Plastik-Projektwoche in der Schule

Plastik-Projektwoche in der Schule

Ich durfte meine erste Plastikprojektwoche in einer Grundschule machen.
Das hat mich riesig gefreut. Denn das Thema Umweltschutz und Plastikvermeidung ist mir ja eine Herzensangelegenheit.
Die Lehrerin der zweiten Klasse hat mit mir zusammen eine ganze Projektwoche geplant und wir haben diese dann mit den Kindern erlebt.

Der Stundenplan der Projektwoche war spannend aufgebaut:

Montag: Einführung, was ist Plastik und was richtet es an?
Dienstag: Spendenlauf für den Umweltschutzverein One Earth-One Ocean
Mittwoch: Einkaufen im Supermarkt – Wie schwer ist es eigentlich plastikfrei einzukaufen
Donnerstag: Ausflug zu Landpack
Freitag: Wir machen Frischaltefolie selbst.


Montag:

Wir haben uns gemeinsam angesehen, welche Tiere in unserer direkten Umwelt leben. Und wie sie gegen den Plastikmüll kämpfen.
Ein weitere Aufgabe war es uns anzusehen, was Plastik ist, wozu es benutzt wird und wo es überall zu finden ist. Zur Veranschaulichung haben wir uns den Film „Der Löffel“ von Greenpeace angesehen.


Dienstag:

Da der Gründer von „One Earh-One Ocean“ aus unserem Ort kommt, lag es Nahe, dass der alljährliche Spendenlauf der Schule dieses Jahr zugunsten von „One Earth-One Ocean“ gehen wird. – Wir sind schon gespannt auf das Ergebnis.

Wie sich herausgestellt hat, haben die Kids den Montag Nachmittag genutzt um mit ihren Eltern über das Thema zu sprechen und sich das Buch, das ich für jeden mitgebracht hatte durchzulesen. Viele der Kinder möchten in ihrem Alltag etwas ändern und Plastik sparen.


Mittwoch:

Die Aufgabe am Mittwoch war es, in zwei Gruppen in jeweils einen Discounter und einen Supermarkt zu gehen und eine Liste von Dingen plastikfrei oder gar verpackungsfrei einzukaufen:

  • Butter
  • Quark
  • Bananen
  • Brot
  • Kakaopulver

Das war gar nicht so einfach! Vor allem Quark bereitete uns sehr große Probleme.

Es gab entweder nur kleine Verpackungseinheiten und diese dann nur in Plastik.
Brot und Bananen waren ein leichtes, sie gar ohne Verpackung sondern in mitgebachte Stoffbeuteln zu bekommen.

Die Butter wiederum war nur für die Gruppe im Supermarkt einfach, denn dort gab es die Butter in Pergamentpapier gepackt.

Das Kakaopulver gab es in Pappschachteln, die sich als Mogelpackungen herausstellten. Die Bio-Packung hatte im inneren eine Papiertüte, die mit Plastik beschichtet war. Die Discounterpackung war doch etwas besser verpackt, nur die Papierversiegelung oben war mit Plastik versetzt. Das Pulver selbst war im Pappkarton.

 

Die Kinder haben sich das Ergebnis auf jeden Fall schmecken lassen!


Donnerstag:

Am Donnerstag war ein aufregender Tag, es ging in den Nachbarort zur Firma Landpack. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln war es ein leichtes schnell und umweltfreundlich dort hinzukommen, wo wir hin wollten.

Die Firma Landpack hat ein super Programm für uns vorbereitet. Die Kinder waren alle voll bei der Sache. Sie haben getestet, wie unterschiedlich warm sich verschiedene Materialien anfühlen aber doch nicht sind.
Sie haben erforscht, wo denn Stroh, Kartoffeln und Mais herkommen. Sogar ein paar Kartoffeln haben sie gesammelt und durften sie später gekocht probieren.

Verpackungsmaterial aus Hanf und Stroh sind auf Herz und Niere getestet worden. Denn geht wirklich kein Ei zu Bruch, wenn es in Hanfmatten verpackt ist? Kann man aus Hanfmatten eine Kühlbox bauen?

Wir hatten sehr viel Spass und haben viel gelernt! Vielen Dank Landpack!

             

Freitag:

Als Ausklang der Plastikprojektwoche habe ich mir ein Bastelprojekt ausgedacht.

Die Kinder sollen in Zukunft auch plastikfrei ihre Brotzeit mitnehmen können. Darum haben wir mit wenigen Zutaten Wachtücher hergestellt.
Aus den Resten der Wachstücher sind am Ende sogar noch Grillanzünder für die Jahresabschlussfeier am Nachmittag geworden.

 

Es war eine sehr schöne und lehrreiche Woche für alle Teilnehmer. Mir hat es sehr viel Spass gemacht und ich würde das gerne öfter machen.

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