Die nachhaltige Alternative Leitungswasser

Karaffen statt Flaschen

Ein Gastartikel von Trademachines zum Thema „Wasser“.


Die nachhaltige Alternative Leitungswasser

Viel Wasser trinken ist super – vor allem im Sommer. Es gibt nur ein Problem: Die Plastik-Flasche.

In Deutschland werden jährlich 11.5 Milliarden abgefülltes Wasser getrunken – genug, um das Berliner Olympiastadion 9-mal zu füllen. Beim Pro-Kopf-Konsum liegen wir damit weltweit nach Mexiko, Thailand und Italien an 4. Stelle. Und das obwohl wir Zugang zu sauberem Leitungswasser haben, was zudem auch noch viel günstiger ist.

Leitungswasser hat viele Vorteile: Für einen selbst, aber vor allem für die (Um-)Welt. Für das Lebensmittel Nummer eins wird mehr Geld ausgegeben, als es eigentlich nötig wäre. Während wir für Wasser aus Flaschen im Durchschnitt 50ct pro Liter zahlen, kostet uns 1 Liter Leitungswasser nur 0,2ct. Selbst nach der angekündigten Preiserhöhung wird Leitungswasser 180mal günstiger sein als abgefülltes Wasser. Man schont so nicht nur das Portmonee, auch das mühsame Wasserschleppen wird überflüssig. Leitungswasser ist immer verfügbar, es wird strenger kontrolliert als Flaschenwasser und ist dadurch qualitativ hochwertiger. Die Kontrolle finden in dem Moment statt, wenn das Wasser aus dem Hahn ins Glas fließt. Bei abgefülltem Wasser hingegen bevor es in die Flasche gefüllt wird. Somit werden alle Schadstoffe, die durch die Verpackung ins Wasser gelangen, bei der Qualitätsüberprüfung nicht berücksichtigt.

Das Wichtigste ist jedoch: Mit der Entscheidung für Leitungswasser verbessern wir unseren ökologischen Fußabdruck. PET-Flaschen werden auf Erdölbasis hergestellt: 100ml Erdöl wird für 1 Plastikflasche benötigt – neben Kohle, Erdgas und Wasser. Ist die Flasche erst einmal produziert und befüllt, muss es zudem den Weg in die heimischen Supermärkte finden. Fast jedes Leitungswasser stammt aus der Region und muss damit keine langen Transportwege auf sich nehmen. Flaschenwasser, das wir hierzulande kaufen, legt teilweise mehrere hunderte Kilometer hinter sich. Und was passiert eigentlich mit den 32 Millionen Plastikflaschen, die wir täglich nutzen? Auch die Entsorgung von Plastikflaschen stellt die Umwelt vor eine große Herausforderung. 95% der Flaschen wird in Deutschland bereits recycled, wobei nur ein Viertel wieder zu Flaschen werden. Der Rest wird zu minderwertigen Kunststoffen verarbeitet, die wiederum nicht recycled werden können. Viel zu oft enden Plastikflaschen in der Natur. In Deutschland landet jede Minute etwa eine Tonne Plastik im Meer. Plastik-Müll tötet mehr als 1.000.000 Meerestiere jedes Jahr und hat infolgedessen katastrophale Konsequenzen für die Ozeane und einzigartige Spezien. Leitungswasser aus dem Hahn verursacht hingegen keinen Müll.

Ökologisches Handeln im Alltag kann ganz simpel sein: Sagen auch Sie: Nein zu Plastikflaschen! Und wer sagt, „Leitungswasser schmeckt mir nicht“ kann es ganz einfach filtern, mit Minzblättern geschmacklich aufpeppen oder es sogar mit Sodageräten mit Kohlensäure versetzen. Schon diese kleine Veränderung bedeutet ein großer Schritt für die Verbesserung unseres Planeten.

Abgefülltes Wasser

 

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