No Poo – Leben ohne Shampoo

No poo kommt von „no shampoo“ also kein Shampoo- also ein Leben ohne Shampoo. Die Haare werden anders gewaschen und sie werden auch sauber, aber eben nicht mit dem Shampoo, das wir in der Drogerie kaufen können.
Sondern mit Essigrinse, Roggenmehl, Stärke, Natron, Lavaerde, Heilerde usw usw.

Man muss sich an „no poo“ ran tasten. Nicht jeder hat das selbe Haar, nicht jeder das selbe Wasser. Als ich angefangen habe, hab ich mich darum gar nicht geschert, mir wars egal wie hart oder weich das Wasser ist. Und dennoch hat es geklappt.

Vor über 2 Jahren bin ich von Shampoo auf Haarseife umgestiegen. Ich wollte einfach nur Verpackung sparen. Da es die Seifen aber nicht immer gab, hab ich mir was neues suchen müssen und hab dann einfach mal mit Roggenmehl angefangen.

Roggenmehl als Shampoo

Haare-frisch-gewaschen


Frisch gewaschen – mit Roggenmehl

Man sollte übrigens nur Roggenmehl nehmen, Dinkel und Weizen haben zu viel Klebeeiweiß, das würde nicht mehr aus den Haaren raus gehen.
Angemischt mit etwas Wasser, bis ein Brei entsteht.
Unter der Dusche kommt die Pampe dann ins Haar. Man fühlt sich wie beim Schlammcatchen. Rein damit in die Haare, kneten was das zeug hält, ein bisschen einwirken lassen und ausspülen. Das Ergebnis kann sich zeigen lassen.

Natronwäsche

Haare-nicht-gewaschen


Seit 4 Monaten mit Roggenmehl und Natron gewaschen. Letzte Wäsche war Natron – 2 Wochen her.

Leider sind Haare sehr nachtragend. Wenn man mit Silikonshampoos gewaschen hat, sollte man erst mit einer Kaiser Natron-Wassermischung waschen. Und zwar 3 mal. Aber nicht auf einmal, sondern 3 Wochen lang jede Woche einmal.

Die Haare werden wahrscheinlich am Anfang schnell nachfetten. Da sollte man versuchen das waschen so lange wie möglich herauszuzögern. Ich massiere dann auch mal gern trockene Heilerde in die Ansätze und Bürste sie aus. Dann ist das Fett auch wieder weg.

Später, wenn sich die Haare daran gewöhnt haben nicht mehr mit Chemie vollgepumpt zu werden, muss man sie ewig nicht waschen. Aber da muss man erst mal durch die Entwöhnungszeit durch.

Essigrinse und Natronwäsche

Mit einer Essigrinse kann man zwischen durch oder nach einer Natronwäsche mal spülen. D.h. 2 El Apfelessig auf 600ml Wasser. (nimm warmes Wasser, kaltes ist unter der warmen Dusche gemein)

Tipp:

  • Hast du Vollkornroggenmehl, so siebe die groben Teile mit einem feinen Sieb raus.
    (sonst musst du sie nach dem duschen aus dem trockenen Haar bürsten, das sieht aus als hättet du Kiloweise Schuppen)
  • Gib nicht auf
  • Verwende Natron nicht zu oft!
  • Besorg dir eine gute Bürste!
    Man kann sich das Haare waschen durch die klassischen 100 Bürstenstriche sparen, indem man das natürliche Sebum verteilt. (ist nicht für jeden was, aber bürsten ist immer gut)
  • Verwende keine Festiger oder Gel
  • Hattest du als Kind Locken? Diese können sich wieder zeigen!
  • Kommt da eine Glatze? Auch die kann verschwinden!
  • Halte durch!

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