Fair Trade

Fair Trade, was ist das?

Fair gehandelte Produkte, das heißt, Produkte, die nach bestimmten Vorgaben produziert worden sind.

Ich möchte versuchen euch Fair Trade zu erklären.

Die Standards basieren auf Ökologie, Ökonomie und Sozialem.

  • Ökologie umfasst eine Liste verbotener Substanzen, fördert den Bio Anbau und verbietet gentechnisch veränderte Organismen.
  • Die Ökonomie gewährt stabile Mindestpreise für die Hersteller, fördert langfristige Handelsbeziehungen und hilft bei Vorfinanzierungen.
  • Soziales regelt die Arbeitsbedingungen, Gemeinschaftsprojekte, und verbietet illegale/ausbeuterische Kinderarbeit.

Für mich wichtig das alle 3 Parteien davon profitieren. Der Hersteller, der Verbraucher und die Natur!
Also sehen wir uns die Spielregeln des Fairen Handels mal genauer an.

Die Voraussetzungen für einen Kleinbauern schreiben vor, dass der Kleinbauer verpflichtet ist Kontrollen zuzulassen.
Kleinbauernorganistationen bestehen mindestens zu 50% aus Kleinbauern.
Diese Kleinbauern, die weniger arbeitsintensive Produkte anbauen (Kakao, Kaffee, Kräuter, Kräutertees und Gewürze, Honig, Nüsse, Ölsamen, Getreide oder nichtentkörnte Baumwolle)
Dürfen keine Arbeiterinnen oder Arbeiter einstellen sondern werden die Arbeit von Mitglieder und deren Angehörigen verrichten lassen. – na ich hoffe doch, dass die Kinderarbeit streng kontrolliert wird.

Wenn allerdings arbeitsintensive Produkte angebaut werden (Zuckerrohr, zubereitetes und haltbar gemachtes Obst, frische Früchte, frisches Gemüse und Tees) dann dürfen die Bauern ein paar Festangestellte haben.  – ganz schön kompliziert.

Chemikalien und andere Substanzen wie Pestizide sind durchaus erlaubt, auch wenn die Lagerung und die Verwendung reglementiert ist.

Der Wasserverbrauch muss nachhaltig sein, die Quellen des Wassers zur Bewässerung werden in Listen geführt, damit sie nicht versiegen, weil  sie zur Bewässerung benutzt wurden.

Diskriminierung wird in den Vorgaben besprochen, genau wie die Notwendigkeit von Schulungen für Personal, welches mit Düngemittel hantiert.

Die in diesem Dokument aufgeführten Verbotenen Chemikalien und Substanzen sind sehr Lückenhaft. Glyphosat, das momentan in aller Munde ist, steht z.b. nicht auf dieser Liste.

Hier könnt ihr euch darüber noch mehr einlesen.
https://www.fairtrade-deutschland.de/fileadmin/user_upload/ueber_fairtrade/fairtrade_standards/inhalte/2011_fairtrade_standard_fuer_kleinbauernorganisationen.pdf

Fair Trade Produkte dürfen das Siegel „Fair Trade“ nur tragen, wenn die gesamten Produktionswege nach den Vorgaben der Gesellschaft eingehalten und zertifiziert worden sind.

Wer sich genauer darüber informieren möchte, kann sich hier austoben:
https://www.fairtrade-deutschland.de/

Fazit: Durchaus hat das Fair Trade Siegel seine positiven Seiten. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf dem Fairen Handel vor allem für die Erzeuger von „exotischen“ Waren.

Das Fair Trade Siegel in Zusammenhang mit einem BIO Siegel kann durchaus sehr guter Kauf sein!

Kampagnen zu Fair Trade, zb. die Fair Trade Schule oder die Fair Trade Stadt wollen das Bewusstsein der Bevölkerung für Faire Produkte steigern. Eine sehr gute Sache!
Auch wenn die Regeln meiner Meinung nach strenger sein dürfen!

Wenn man bedenkt, dass im Durchschnitt nur 4 EUR im Jahr für Fair gehandelte Produkte in Deutschland ausgegeben wird, sollte mehr gefördert werden Fair gehandeltes zu kaufen.

Nicht nur Bananen sind Fair gehandelt.
Es gibt auch Schuhe, Eis, Kaffee, Zucker, Schokolade, und vieles mehr.
Schaut doch mal hier rein:

Fair Trade online Shops

bringmirbio*
Fairer Handel*


Aber vergesst nicht, manchmal ist es durchaus sinnvoll regionale Produkte denen vorzuziehen, die einmal um die halbe Welt geschippert wurden.

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